Impressionen aus
Judenburg
in der Steiermark Österreich
Die erste urkundliche Erwähnung als Judinburch stammt aus dem Jahr 1074. Jüdische Händler spielten zu dieser Zeit eine wichtige Rolle im transalpinen Handel und gründeten Handelsposten in der Region. 1224 erhielt Judenburg die Stadtrechte, und wuchs im 13. und 14. Jahrhundert zu einem überregional bedeutenden Handelszentrum heran, das Handel unter anderem mit Venedig trieb. So galt der Judenburger Gulden als wichtigste Goldmünze Österreichs. Aus dieser Zeit stammt auch die heute noch gut erhaltene historische Altstadt.
Nach mehreren Pogromen im 14. und 15. Jahrhundert wurden 1496 alle steirischen Juden des Landes verwiesen.
Wahrzeichen von Judenburg ist der knapp 76 Meter hohe Stadtturm, der einen wunderbaren Rundblick über das Aichfeld bietet. Mit dem Bau wurde im 15. Jahrhundert begonnen. Ursprünglich wurde er als Glockenturm für die benachbarte Stadtpfarrkirche St. Nikolaus gebaut, die keinen eigenen Kirchturm besitzt. Er diente aber auch als Wachturm in Bezug auf Brände, die bis ins 19. Jahrhundert hinein sowohl die Stadt als auch den Turm selbst heimsuchten. Sein heutiges Aussehen erhielt der Stadtturm nach dem letzten Großbrand im Jahr 1840. Heute befindet sich im Turm in 50 m Höhe eines der modernsten Planetarien.

